Bei den Neuwahlen im April 1864 wurde der Elementarlehrer Eisele zum Turnwart gewählt, Vorstand blieb Daniel, Sprecher A. Deigendesch. Das "Amts- und Intelligenzblatt", Vorgänger des „Zollernalbkuriers" berichtet von einer großen Veranstaltung am 18. Oktober 1863 in Balingen. Es war der Tag der 50. Wiederkehr der Völkerschlacht bei Leipzig. Diese Feier wurde auf Anregung und unter Führung des vereinigten Turner- und Sängerbundes wie in allen anderen Städten auch in Balingen abgehalten. Die Protokolle vom 14. Mai 1864 und 19. Januar 1865 berichten über weitere Aktivitäten der Turner. Schon 1865 wird von Planungen und Vorbereitungen über den Kauf einer Fahne geschrieben. Eine weitere Eintragung beschreibt eine Turnfahrt zur Nebelhöhle.
Dann ist längere Zeit nichts mehr über den Turnverein zu lesen. Weitere Eintragungen fehlen ganz, erst im Januar 1870 erfolgt wieder eine Mitgliederliste des Sängerbundes. Ob damit die Turnsache in Balingen wieder eingeschlafen war, läßt sich nicht mit Sicherheit daraus ableiten. Die politische Lage, die vorausgegangene Turnsperre, die Burschenschaft usw. verhinderten sicher eine ruhige und stete Entwicklung eines Turnvereins. Gesichert ist, daß durch das immer wiederkehrende Auferstehen eines Turnvereins der Turngedanke in Balingen nie zum Erliegen kam. Er loderte zwar in stürmischen Zeiten nicht als mitreißendes Feuer, war aber doch als stilles Glimmen immer latent vorhanden.
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