Balinger TSG-Jugendliche probierten sich im Pfullendorfer Wasserpark in ungewohnter Sportart
Balingen. Den Spaß am Wasserskifahren in verschiedensten Varianten und Situationen lernte eine Gruppe der TSG Balingen in Pfullendorf kennen. Angefangen von spektakulären Pannen bis hin zu riskanten Versuchen probierten sich 17 Jugendliche im dortigen Wasserskipark aus.
Startklar auf dem Steg standen die jungen Balinger TSGler nach einer einstündigen Fahrt und einer kurzen Einweisung. Bei der Ausrüstung konnten die Nachwuchssportler zwischen Wasserskiern und einem Knieboard wählen; Letzteres stellte sich für die meisten als die einfachere Variante heraus. Mit dem Bügel in der Hand ging es los und der Lift zog den jeweiligen „Anhang“ aufs Wasser. Schnell zeigte sich, dass der Start beim Wasserskifahren die schwerste Hürde ist. Wer diese geschafft hat, musste „nur noch“ die Kurven bewältigen.
Von der Kraft des Liftes und der Kurven wurden viele schon im ersten Drittel der gesamten Strecke zum Kentern gebracht. Nichtsdestotrotz zeigten sich jungen Sportler der Abteilungen Turnen, Volleyball und Fechten unerschöpflich. Immer wieder stellten sie sich mit großer Zuversicht auf den Startblock und versuchten ihr Glück aufs Neue. Dabei war der Spaß deutlich zu sehen.
Wer zum x-ten Mal einen Fehlstart hingelegt hatte, stieg von Versuch zu Versuch mit einem breiteren Grinsen aus dem Wasser – und wieder zurück auf den Steg. Dort angekommen wurden Tipps ausgetauscht, um es beim nächsten Mal ein Stückchen weiter zu schaffen. Nach den ersten 90 Minuten machte sich die Hartnäckigkeit mit vielen ganz persönlichen Erfolgen bezahlt. Jene, die es nun bis zur Mitte des Sees schafften und dort regelrecht vom Gefährt geschleudert wurden, standen dann vor der Wahl, entweder den langen Fussweg den See herum zurück zu gehen oder alternativ zurück zu schwimmen.
Wasserskifahren erfordert sehr viel Kraft in den Armen und Beinen und außerdem eine gute Koordination und einen ausgeprägten Gleichgewichtssinn, das war das theoretische Fazit der Balinger Jungsportler. Praktisch zeigte sich aber, dass jeder Einzelne sich unterschiedlich leicht auf die ungewohnten Sportart einstellen konnte: Die einen fuhren Runde für Runde ohne einen Fehlstart und oder den langen Rückweg nehmen zu müssen. Die anderen mussten mit ständigen Pannen zurechtkommen. So oder so - die Gruppe verstand es gut, die Herausforderungen gemeinsam und mit steigendem Humor zu bewältigen. Die Motivation war dadurch unerschöpflich und somit der Erfolg garantiert.
Dann gab es auch noch ein paar ganz „harte Jungs“, welchen es auf die konventionelle Art zu langweilig wurde und die ihr Glück ohne Hilfsmittel versuchten. Das hieß: den Bügel in die Hände nehmen, festhalten, mit einem gewagten Köpfer ins Wasser springen und los. Nur der Neoprenanzug schütze den Körper vor dem 17° kalten Wasser. Wer dabei keine dementsprechende Körperhaltung einnahm, den zog es immer wieder hoch um dann auf dem Wasser aufzuschlagen. Die körperliche Belastung ist in diesem Falle extrem, aber auch reizvoll. Am Ende machten sich die 17 Balinger Sportler nach einer ausgiebigen Grillmahlzeit auf den Heimweg nach Balingen. Rechtschaffen müde und dankbar, dass der TSG-Hauptverein diesen Ausflug unterstützt hat.
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