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Balingen beweist sich auf großer Bühne

Als Underdog bei den Württembergischen Meisterschaften U20 männlich in Friedrichshafen spielen die Balinger Volleyballer groß auf und holen sich gegen die namenhafte Konkurrenz des Landes den dritten Platz.

Als Zweitplatzierter der Württembergischen Leistungsstaffel zog die TSG Balingen verdient zum höchsten Wettbewerb auf Landesebene ein. Im Friedrichshafen duellierten sich dabei die besten sechs Mannschaften um den Meistertitel und die Qualifikation für die Süddeutsche Meisterschaft. Schon letztes Jahr standen der VfB Friedrichshafen und der TV Rottenburg auf dem Treppchen der darauffolgenden Deutschen Meisterschaft, beide Mannschaften waren auch dieses Jahr wieder vertreten. Trotz der Jugendmeisterschaft traf sich am Bodensee alles, was Rang und Namen hat. Ludwigsburg, Friedrichshafen und Rottenburg kamen mit Spielern und ganzen Mannschaften, welche schon Spielerfahrung aus der 1. und 2. Volleyball Bundesliga mitbringen. Darüber hinaus spielen einige Spieler im deutschen Nachwuchsnationalkader, wie Phil Bertele, Christopher Oberglock, Finn Hofmeester oder Maximilian Bangert. „Wir wussten um die Ausgangslage und dennoch lag der Druck jederzeit beim Gegner, welchen wir mutig bespielen wollten. Druckvolle Aufschläge zur Destabilisierung der gegnerischen Annahme, eine disziplinierte Block-Feld-Abwehr sowie eine starke Teamenergie waren unsere Spielprinzipien vor dem Turnierbeginn“, so Mannschaftstrainer Maximilian Pöltl.

Im ersten Gruppenspiel gegen den TV Rottenburg fanden die Balinger ordentlich in die Meisterschaft, mussten aber mit zu vielen Aufschlagsfehlern einem Rückstand hinterherlaufen, welcher in beiden Sätzen nicht aufzuholen war. Beide Sätze gingen an den Bundesliga-Favoriten (20:25, 12:25). Der Halbfinaleinzug entschied sich im zweiten Gruppenspiel, in welchem der SSV Ulm 1846 gegenüberstand. Mit einer klaren Aufschlagstaktik konnten die TSGler den Angriffsdruck der „Spatzen“ abwenden und selbst früh in der Block-Feld-Abwehr agieren. Dies gelang im ersten Satz hervorragend, welchen man mit 25:23 Punkten gewann. Deutlich schwieriger gestaltete sich der zweite Satz. Früh ließ man den Zugriff aus das Spielgeschehen vermissen und trotz vier Wechseln kam man nicht über eine Satzniederlage (13:25) hinaus. Den anschließende Tie-Break gewannen die Balinger durch eine stärkere Angriffsleistung am Netz mit 15:11 und zogen damit in das Halbfinale ein.

Wie im letzten Jahr wartete im Halbfinale der VfB Friedrichshafen, welcher sich später auch zum Württembergischen Meister küren durfte. Gegen die Balinger Volleyballer stellte Bundesstützpunkttrainer Adrian Pfleghar auch seine Startsechs im Finale auf. Immer wieder kamen die Spieler um Kapitän Denys Kovalikov am starken Friedrichshafener Block vorbei und konnten nahezu Schritt halten. Um die Zweitligamannschaft zu ärgern, reichte es dann in beiden Sätzen nicht (17:25, 18:25).

Da der TV Rottenburg ebenfalls sein Halbfinalspiel gegen den MTV Ludwigsburg verlor, kam es im Spiel um Platz 3 zum erneuten Aufeinandertreffen beider Mannschaften. Sichtlich gefestigt und klar fokussiert lag die TSG Balingen schnell mit 8:0 in Führung. Diesen Vorsprung konnte das Team von Oberligatrainer Karsten Haug nicht aufholen und gab den ersten Satz an Balingen ab (25:22). Im zweiten Satz entwickelte sich kein minderer Schlagabtausch. Obwohl der Underdog an der Sensation schnupperte, setzen sich die Rottenburger in der ersten Satzverlängerung durch (25:27). Abzuhaken galt es diesen Satzverlust im anschließenden Tie-Break. Die TSG Balingen wollte am Ende den Sieg zwingender und schaffte mit gemeinsamen Kräften tatsächlich die Sensation. Mit 15:7 ging der Sieg gegen den Primus Rottenburg an den mutigen Außenseiter aus Balingen. Nach zehn gespielten Sätzen und einer Turnierdauer von mehr als zehn Stunden durften sich die Balinger Volleyballer neben den beiden Bundesligateams zur drittbesten Mannschaft Württembergs krönen.

„Der Mut hat uns Recht gegeben. Wir hatten heute Spieler dabei, welche ihr Debüt oder Comeback gegeben haben. Da ist klar, dass man nicht in allen Bereichen überzeugen kann. Über ganz viel Disziplin und am Ende ganz viel Leidenschaft, haben wir uns dann diesen Erfolg erkämpft. Auf dem höchsten Volleyballniveau sich derart beweisen zu dürfen, war ein Privileg, weil wir nicht wöchentlich der Volleyballelite gegenüberstehen. Dass wir unsere Tugenden und Qualitäten dann doch so konsequent und ausdauernd auf das Feld bringen konnten, macht mich überaus stolz und freue mich für das Team, welches sich diesen großen Erfolg redlich verdient hat. Eine solche Freude und das Strahlen in den Augen nach den Gewinn des letzten Punkts sind unbeschreiblich.“ (Maximilian Pöltl)

 

Für die TSG Balingen spielten: Adrian Wiesner, Lion Gering, Ivan Slavov, Julian Braito, Simeon Damm, Ole Klopfer, Tommy-Lee Richter, Lasse Wagner, Denys Kovalikov, Maximilian Ness, Chanawee Speidel

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