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Steigerung reicht nicht

Gegen zwei der Top-3 Teams reichte die starke Steigerung zu den Hinspielen nicht für einen Sieg der TSG Balingen Volleyball Herren.

Nach der erzwungenen, zweiwöchigen Ballpause, da die Hallen geschlossen waren, ging es nach nur einer Woche Vorbereitung für die Balinger Volleyballer in die ersten beiden Spiele der Rückrunde. Beim Heimspieltag in der Realschulturnhalle traf man auf zwei Titelaspiranten der Liga, welche sich derzeit nur zwei, beziehungsweise drei Punkte von der Tabellenspitze entfernt befanden. Beide Teams stiegen letztes Jahr in die Bezirksliga ab uns spielten daher zuvor schon in der Landesliga. Die Hinspiele gingen beide mit 0:3 aus, was die Balinger im Rückspiel nun ändern wollten. „Wir konnten uns im Laufe der Hinrunde gut an das Spielniveau der Liga anpassen und haben auch zuletzt gespürt, dass wir uns gegen alle Mannschaften absolut konkurrenzfähig zeigen können. Die Zielvorgaben für die Rückrunde sind klar. Wir wollen unseren eigenen Volleyball weiterentwickeln und uns Belohnungen abholen, welche wir in vielen Ballpunkten der Hinrunde noch nicht verdient hatten“, so Trainer Maximilian Pöltl vor dem Rückrundenstart.

Erstmals in der TSG Balingen-Historie lief die TSG mit 14 Spielern (Maximalkadergröße) im Kader auf, von welchen zwei als Liberos fungierten. Zehn dieser Spieler spielen in der U18- oder U20-Runde. Für die TSG Balingen waren im Einsatz: Adrian Wiesner, Ole Klopfer, Denys Kovalikov, Simeon Damm, Lion Gering, Mika Preuß, Steven Gaksteder, Alex Dillmann, Achraf Boujelben, Vincent Tröger, Maximilian Pöltl, Maximilian Ness (Debütant), Chanawee Speidel (Debütant)

Im ersten Spiel wartete der VfL Pfullingen mit ihrem starken Diagonalangreifer. Und Balingen startete richtig stark in die Partie, indem sie die erste Aufschlagsserie bis zum 4:0 halten konnten. Ihre eigene Annahme konnte das Team um Zuspieler Adrian Wiesner direkt verwerten und den Gegner in der Annahme zu Fehlern zwingen. Das ließ die TSG immer mit einem leichten Vorsprung voranziehen. Mit einem souveränen Management brachte man den ersten Satz mit 25:20 Punkten über die Ziellinie. Der zweite Satz war dann schon umkämpfter. Nachdem man vier Punkte sich nicht aus dem „Läufer sechs“ lösen konnte, lag man immer zwei bis vier Punkte in Rückstand. Diesen Rückstand konnte man bis zum Ende auch aufgrund eigener Fehler nicht mehr aufholen und gab den Satz mit 22:25 ab. In Satz drei startete die TSG wieder mit einem Vorsprung. Diesen konnten die jungen Spieler allerdings nur bis zum 15:15 halten, ehe die Pfullinger in ihren Angriffen mehr Effizienz erzielten. Mit 21:25 musste man sich zum zweiten Mal geschlagen geben. Wie schon in Satz Nummer drei startete die TSG in Satz vier mit sechs Jugendspielern auf dem Feld. Als beim Spielstand 12:19 sieben Bälle kein Durchkommen mehr war, kam Klopfer für die Zuspielposition und Pöltl in den Außenangriff. Mit einer starken Aufholjagd schnupperten die Volleyballer nochmal an einem Führungswechsel, mussten sich aber auch hier geschlagen geben (22:25). Nach knapp zwei Stunden gehen die Balinger mit knappen 90:95 Bällen vom Feld, können sich bei der 1:3 Niederlage allerdings nur mit einem guten ersten Satz belohnen.

„Trotz der Niederlage haben wir gegen eine Topmannschaft der Liga fast durchgehend guten Volleyball gezeigt. Am Ende waren es wieder ein paar individuelle Fehler, welche unter dem Strich dann oft den Unterschied machen.“ (Maximilian Pöltl)

Für das zweite Spiel blieb Ole Klopfer im Zuspiel, Kovalikov und Orlowski über Außen, Tröger über Diagonal und Gaksteder und Preuß starteten über die Mitte. Beide Teams setzen im Spielverlauf des ersten Satzes ihre Akzente im Angriff und wechselten sich mit der Führung immer wieder ab. Ab dem 16:16 konnte die TSG sich zwei Punkte absetzen und profitierte von ein paar Unstimmigkeiten des Gegners beim 25:23 Satzgewinn. Auch den zweiten Satz konnten sich die Jungvolleyballer mit 25:22 sichern, da sie mit einem 7:0 in den Satz starteten und den Vorsprung bis zum Ende hielten. Nach dem 2:0 nach Sätzen wachte der Gegner plötzlich auf und konnte saubere Angriffssituationen über die Außenpositionen kreieren. Oft hatten die Balinger hier das Nachsehen und mussten sich erst mit knappen 23:25 und dann mit 18:25 Punkten geschlagen geben. Für den Tie-Break weckten die TSGler nochmals ihren Kampfgeist, Flacht spielte jedoch seine Routine aus und konnte das Spiel komplett drehen. Mit 10:15 gehen die Balinger abermals als Verlierer vom Feld, nachdem sie eine 2:0 Führung nicht belohnen konnten.

„Am Ende sind wir wieder total enttäuscht, dass die ersten drei guten Sätze nicht reichen. Der Punktgewinn fühlt sich wie eine klare Niederlage an. Bevor man solche Spiele gewinnt, muss man sie manchmal erst verlieren. Wenn das dann zwei Mal passiert, werden wir beim dritten Mal bereit sein. Die Mannschaft hat trotzdem eine unglaubliche Kämpfermentalität bewiesen. Nicht nur deshalb sind wir mit einem so großen Kader heute aufgetreten und können wir stolz auf unsere Leistung sein. Für den kurzen Moment fühlt es sich natürlich nicht gut an. Ab Montag werden wir uns aber wieder fokussieren, um in zwei Wochen die nächste 0:3-Hinspielniederlage wiedergutzumachen.“ (Maximilian Pöltl)

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